Geschichte

„Traumzeit“

ca. 60.000 v. Chr. Einwanderung der Urbevölkerung aus Indonesien. Das älteste Skelett in Australien wurde am Lake Mungo (New South Wales) gefunden. Die Universität von Canberra geht davon aus, dass es sich dabei um die älteste DNS eines Menschen handelt – ca. 60.000 Jahre alt. Sie enthalten Spuren von aufgetragenen Ockerfarben, die höchstwahrscheinlich für Zeremonien genutzt wurden. Ausführliche Informationen zur Geschichte der australischen Ureinwohner auf einer speziellen Seite in AUSTRALIEN-INFO.

Entdecker

1606 Der Portugiese Louis Vaez de Torres segelt zwischen Cape York und Neuguinea durch die Torres-Straße. Der Holländer Williem Jansz landet an der Westküste von Cape York und betritt als erster Europäer Australien.
1642 Der Holländer Abel Tasman entdeckt Tasmanien. 1643 segelt er entlang der Nord- und Nordwestküste Australiens.Die Holländer Dirk Hartog, van Diemen und Abel Tasman kartographierten zwar einen Großteil des Küstenstreifens, zeigten jedoch wenig Interesse an einer Besiedelung des – aus Ihrer Sicht – feindseligen und kargen Landes.
1770 Der Brite James Cook ankert mit der „Endeavour“ auf dem Rückweg aus dem Südpazifik in der Botany Bay, südlich des späteren Sydney. Im August nimmt er den östlichen Teil Australiens für die englische Krone in Besitz.An Bord der Endeavour befanden sich einige Wissenschaftler und ein Botaniker (Banks), der auf dem Festland erstaunliche Pflanzen- und Tierarten entdeckte, die zuvor noch niemand gesehen hatte. Die Ostküste empfanden die Briten als fruchtbar und geeignet zur Besiedlung. Das Land wurde auf „New South Wales“ getauft und im Namen von König George III für die britische Krone reklamiert. Während eines Aufenthaltes in Queensland, wo sein Schiff repariert wurde, kam Cook mit den Aborigines in Kontakt und war beeindruckt von dem offensichtlich glücklichen Leben, das diese führten.

Besiedelung durch Europäer

1788 Erste dauerhafte Ansiedlung von Europäern durch Ansiedlung von Sträflingen aus England.
1793 Die ersten freien Siedler kommen in Australien an.
1797 John McArthur führt das Merino-Schaf ein. Zehn Jahre später geht die erste Schiffsladung Wolle nach England.
1801 – 1803 Matthew Flinders umsegelt den Kontinent und kartographiert ihn. George Bass, Namensgeber der stürmischen Bass Strait, war lediglich auf der Segeltour um Tasmanien mit Flinders unterwegs.
1803 Gründung der ersten Siedlung in Tasmanien: Hobart.
1813 Die Überquerung der Blue Mountains leitet die Besiedlung im Westen ein. Deren Entdecker waren Blaxland, Wentworth und Lawson.
1824 Gründung der ersten Siedlung in Queensland: Brisbane.
1829 Gründung der ersten Siedlung in Western Australia: Perth.
1835 Gründung der ersten Siedlung in Victoria: Melbourne an der Port Philipp Bay.
1836 Gründung der ersten Siedlung in South Australia: Adelaide am Gulf St Vincent.
1851 Erste Goldfunde in Victoria und New South Wales.
1860 John McDouall Robert O’Hara Burke und William Wills waren die ersten Europäer, die den Kontinent von Süd nach Nord durchquerten. Auf dem Rückweg vom Gulf of Carpentaria nach Melbourne kamen Sie ums Leben.
1862 John McDouall Stuart durchquert als erster lebend den Kontinent von Süd nach Nord.

Eigener Staat

1901 Am 1. Januar 1901 erklärt Gouverneur Lord Hopetoun bei einer feierlichen Zeremonie im Sydney Centennial Park Australien zum „Federal Commonwealth of Australia“. Die Gründung des „Australischen Bundes“ aus den britischen Kolonien New South Wales, Victoria, Queensland, Western Australia, South Australia und Tasmanien ist perfekt.Auf dem Kontinent leben vier Millionen Menschen. Rivalitäten und regionaler Patriotismus ließen die Föderation zuvor fast unmöglich erscheinen. Den unermüdlichen Bemühungen des fünfmaligen Premierministers von New South Wales Sir Henry Parkes ist es zu verdanken, dass Australien zu einem föderativen Staat wurde.
Die an den Vorbildern USA und Großbritannien orientierte Verfassung ist für die Zeit außergewöhnlich liberal: u.a. Wahlrecht für Frauen; jedoch keinerlei Rechte für die Aborigines. Offizielles Staatsoberhaupt der parlamentarischen Monarchie (Zwei-Kammer-Parlament) ist weiterhin die britische Königin Victoria. Die britische Krone wird durch einen von ihr ernannten Generalgouverneur vertreten.Melbourne wird Hauptstadt. 3,7 Mio. Einwohner wählen das erste Parlament.
Erster Premierminister wird Edmund Barton. Die sechs Bundesstaaten mit eigenen Regierungen und Gouverneuren haben innenpolitische Unabhängigkeit.
1907 Am 26. September erhält der australische Bund den Dominionstatus, was der nahezu vollständigen Unabhängigkeit von Großbritannien gleichzusetzen ist.
1908 Einführung von Mindestlöhnen. Andrew Fisher (Labour Party) wird neuer Premierminister.

1. Weltkrieg

1914 Großbritannien erklärt Deutschland den Krieg – somit befindet sich Australien automatisch auch im Kriegszustand.Australische Truppen besetzen die deutschen Kolonien Neuguinea, Samoa und das Bismarckarchipel im Pazifik und werden teilweise auch an die vorderasiatischen und europäischen Kriegsschauplätze verschifft (u.a. Palästina, Frankreich). Insgesamt nehmen fast 350.000 (!!) Australier (ausschließlich Freiwillige) am Krieg teil.
1915 Die Schlacht am 25.4. bei Gallipoli (Türkei) wird für die australisch-neuseeländischen Truppen zum Waterloo mit hohen Verlusten. Der Tag ist seitdem Nationalfeiertag (ANZAC-Day).
1918 Traurige Bilanz des Ersten Weltkrieges für Australien: 60.000 Gefallene und fast 170.000 Verwundete. Die Identität der australischen Nation ist besonders eng mit dem „Great War“ verknüpft. Am Ende des millionenfachen Blutvergießens stand nicht nur die Niederlage des deutschen Kaiserreichs, sondern auch das Verschwinden fast jeglichen deutschen Ansehens aus der australischen Geschichte. Internierung, Enteignung und Deportation waren der Preis, den deutsche Einwanderer für die katastrophalen politischen Fehler ihrer alten Heimat zahlen mussten. Während des Ersten Weltkrieges verbrachten zahlreiche Männer mit deutschen Namen ihr Leben hinter Stacheldraht, obwohl sie in Australien geboren waren und hier ihre Heimat hatten. Offiziell galten sie aber als „Enemy Aliens“, die von ihren einstmaligen Freunden und Nachbarn denunziert, als Sicherheitsrisiko für die junge Nation eingestuft wurden.

1920er / 30er

1921 Australien erhält vom Völkerbund die einstigen deutschen Kolonien Nordost-Neuguinea, Bismarckarchipel, die westlichen Salomonen und Nauru als Mandatsgebiete zugeteilt.
1927 Canberra – seit 12.März 1913 offizielle Hauptstadt – wird tatsächlich Regierungssitz, nachdem man sich weder für Sydney noch für Melbourne als Bundeshauptstadt entscheiden konnte.
Reverend John Flynn gründet in Cloncurry den Royal Flying Doctor Service (RFDS).
1929 ff. Die Weltwirtschaftskrise trifft Australien lässt die Arbeitslosenquote auf 25% empor schnellen. Zum ersten Male ist die Zahl der Auswanderer höher als die der Einwanderer.Die Eisenbahn erreicht Alice Springs. Erstmals fährt der Ghan ins rote Zentrum und ermöglicht die Erschließung von Zentralaustralien.
1930 ff. Zwischen 1930 und 1967 wurden rund 7000 britische Kinder aus sozial schwachen Familien und Waisenhäusern nach Australien verschifft. Nach offizieller Lesart wollte man „den Sozialfällen ein besseres Leben ermöglichen“. Australien wiederum wollte, wie auch andere (Ex-)Kolonien vor allem „die weiße Rasse auffrischen“. Den Kindern wurde erzählt, es ginge auf Abenteuerurlaub. Spezielle Agenturen brachten damals mehr 130.000 britische Kinder zwischen drei und vierzehn Jahren nach Australien, Kanada, Neuseeland, Südafrika und in das heutige Simbabwe (das frühere Rhodesien). Eine offizielle Entschuldigung für diese Verschleppung erfolgte durch Premier Kevin Rudd erst im November 2009.
1931 Australien tritt dem „Commonwealth of Nations“ bei.

2. Weltkrieg

1939 Nach wie vor ist Australien Großbritannien eng verbunden. Damit bleibt den Aussies auch der 2. Weltkrieg. Die allgemeine Wehrpflicht und das Militärbündnis mit den Briten führt viele Australier in den Krieg – ans Mittelmeer und nach Nordafrika.
1942 Der Angriff Japans auf Darwin bringt den 2. Weltkrieg ins eigene Land. Außerdem ist die Küste um Sydney Ziel japanischer Bomber.
1945 Mit dem Ende des 2. Weltkrieges wird Joseph Benedict Chifley (Labour Party) neuer australischer Regierungschef. Er startet eine neue Einwanderungspolitik und holt bis 1949 rund 500.000 Einwanderer, zumeist europäischer Herkunft, ins Land.Zwischen 1950 und 1970 lassen sich rund 2,5 Millionen Menschen in Australien nieder, darunter ab 1966 auch einige Hunderttausend Asiaten, denen bis dahin die Einwanderung aufgrund der „White Australia“-Politik verwehrt war.

UNO-Beitritt

1970 / 80 er – Der Nachkriegsboom

1951 Das Verteidigungsbündnis ANZUS zwischen Australien, Neuseeland und der USA wird geschlossen. Der Pakt ist Grundlage der Kriegsbeteiligungen in Korea (bis 1953) und in Vietnam (1967 – 1969).
1956 Australien richtet ab 22. November erstmals in Melbourne die XVI. Olympischen Sommerspiele aus. Es nehmen 3.342 Sportler aus 67 Ländern teil. Für Australien werden die Spiele zum ersten großen Auftritt auch als Touristenziel.
1960 Aborigines werden australische Bürger mit Recht aus Sozialleistungen. 2 Jahre später erhalten sie das Wahlrecht. 1967 schließlich haben sie alle Bürgerrechte. Zuständig für alle Angelegenheiten der Ureinwohner ist jetzt die Bundesregierung in Canberra.
1966 Einführung des Australischen Dollars

1970 / 80 er

1970 Victoria überträgt als erster Bundesstaat Grundbesitz an Aborigines.
1971 Gründung des „Südpazifik-Forums“ – als Basis zur engen wirtschaftlichen und politischen Zusammenarbeit in der Region. Gründungsmitglieder: Australien (mit Kokosinseln), Neuseeland (mit Cook-Inseln, den Tokelau-Inseln und Niue), Fidschi, Westsamoa, Papua-Neuguinea, Tonga und Nauru.
1975 Aufgrund einer Korruptionsaffäre in der Bundesregierung fordert die Opposition deren Rücktritt und Neuwahlen. Premier Edward Gough Whitlam (Labour) lehnt ab, die Opposition blockiert im Senat den Haushalt. Der britische Generalgouverneur enthebt Whitlam des Amtes (juristisch umstritten). Malcolm Fraser (Liberal Party) wird neuer australischer Regierungschef und gewinnt anschließend im Dezember auch die Neuwahlen.
1977 Die Landrechte der Aborigines im Northern Territory werden anerkannt.
1985 Der Uluru-Kata Tjuta Nationalpark wird an die Ureinwohner zurückgegeben.
1986 Abschaffung letzter Vollmachten für ein Eingreifen Großbritanniens in innere Angelegenheiten Australiens werden dem „Australian Act“ abgeschafft.
1988 Bicentennial: Ab 26. Januar glanzvolle Feiern zum 200. Jahrestag der Landung der ersten weißen Siedler. Begleitet werden viele Feiern von den Protesten der Ureinwohnern.
1989 Aborigines im Northern Territory erhalten Selbstverwaltungsrechte.
1990 wählen die verschiedenen Aborigines-Stämme erstmals Vertreter für die „Aborigines and Torres Strait Islander Comission“ (ATSIC) als Regierungsvertretung der australischen Urbevölkerung.

1990er

1992 Grundsätzliche Anerkennung der Landrechte der Aborigines, nachdem zuvor offiziell das Land vor Ankunft der europäischen Siedler als „Terra Nullis“ galt.
Wirtschaftskrise: Über 11 Prozent Arbeitslosenquote (die höchste seit den 30iger Jahren) u.a. aufgrund einer Rezession im Bergbau einem extrem niedrigen Preisniveau für Rind- und Schaffleisch. Die Einwanderungsquote wird gekürzt: Um fast 30 Prozent auf jährlich 80.000.
1994 Januar: Größte Dürre seit 200 Jahren mit Schäden von über zwei Milliarden AU$. Buschfeuer vernichten im Großraum Sydney über eine Million Hektar Wald und unzählige Häuser. Mehr als 1.000 Menschen werden obdachlos, vier kommen in den Flammen ums Leben.
Mai: Auf der Weihnachtsinsel im Indischen Ozean (seit 1953 australisch) kommt es zu Unruhen. 80 Prozent der Wahlberechtigten stimmen in einem Referendum für eine eigene Regierung.
September: John Newman (Labour Party) wird in Sydney ermordet. Er hatte sich für ein härteres Vorgehen gegen die organisierte Kriminalität (Asiaten-Mafia) ausgesprochen.
Dezember: Die Regierung sichert den Aborigines eine Entschädigungszahlung von rund 14 Millionen AU$ für die zwischen 1953 und 1963 von den Briten in der südaustralischen Wüste durchgeführten Atomtests zu.
1996 29. April: Ein 28-jähriger Amokläufer tötet in Port Arthur 35 Menschen.
1999 Bei einer Volkabstimmung entscheidet sich die Mehrheit der Australier wider Erwarten für die Beibehaltung der Monarchie.

2000ER JAHRE

2000 Australien richtet die Olympischen Sommerspiele in Sydney aus. IOC-Präsident Samaranch: „The best games ever.“ Rick Reilly, Kommentator in «Sports Illustrated»: «Sydney sollte die Spiele 2008 bekommen. Und 2012 bis 3000. Wer geht schon mit anderen Frauen aus, wenn er Cindy Crawford hat?»
2002 / 2003 Die schlimmsten Waldbrände der neueren australischen Geschichte verbunden mit einer Dürre, die die von 1994 bei weitem übertrifft, machen Land- und Forstwirtschaft massive Sorgen.
2003 Australien beteiligt sich am Irakkrieg. Darauf hin steigt die Terrorgefahr auch in Australien.
2004 Die letzte große Lücke der Eisenbahnverbindungen wird geschlossen: Der Schienenstrang reicht nun bis Darwin. Der Ghan verbindet nun auch das rote Zentrum mit dem grünen Top End.
2005 In Sydney erschüttern kurz vor Weihnachten Unruhen an den Stränden zwischen weißen Australiern und Australiern mit muslimischem Hintergrund den sozialen Frieden.
2007 Im Herbst verlor die Regierung von John Howard die Parlamentswahlen. Neuer Premier wurde Labour-Chef Kevin Rudd, der Australien aus der internationalen Isolation an Seite der USA und der Bush-Regierungen wieder zurück auf die Weltbühne holt. Unterzeichnung des Klimaschutzabkommens (Kyoto-Protokoll). Die Politik setzt mehr Akzente auf Umweltschutz und Integration der Ureinwohner.
2008 Premier Kevin Rudd entschuldigt sich offiziell bei den Aboriginal People für die Verschleppung einer ganzen Generation („Stolen Generation“).
2009 Im Januar und Februar werden enorme Buschbrände im Süden zu einer der größten Tragödien in der Geschichte Australiens.
Australien übersteht die Wirtschaftskrise von allen OECD-Ländern am besten. Das Land war vor allem indirekt betroffen: Durch die schweren Krisen in den Hauptexportländern verfielen zeitweise die Rohstoffpreise und in dessen Folge erreichte der australische Dollar Anfang 2009 ein historisches Tief gegenüber dem Euro. Durch Unterstützungsleistungen an erstmalige Hauskäufer und die Vorverlegung von Investitionsprojekten erlebte die Baubranche einen Boom. Der Fachkräftemangel hielt an.Rund 7000 britische Kinder aus sozial schwachen Familien und Waisenhäusern wurden zwischen 1930 und 1967 nach Australien verschifft. Die offizielle Begründung war, dass man den Sozialfällen ein besseres Leben ermöglichen wolle. Australien wiederum wollte, wie auch andere (Ex-)Kolonien vor allem „die weiße Rasse auffrischen“. Den Kindern wurde erzählt, es ginge auf Abenteuerurlaub. Erst im November 2009 erfolgt die historische Entschuldigung des Premiers Kevin Rudd.
2010 Julia Gillard löst Kevin Rudd als Australiens erste weibliche Premierministerin ab und bildete nach den Wahlen mit Unterstützung der australischen Grünen und drei Unabhängigen eine Labour-Minderheitsregierung. Die bedeutendsten Gesetze betrafen ein nationales Breitbandnetz, Steuern auf CO² und den Bergbau, ein nationales System zur Invalidenversicherungssystem und Reformen der Schulfinanzierung.
2013 Klimawandel-Skeptiker Tony Abott gewinnt die Wahlen mit dem Versprechen „die Boote zu stoppen“, die Steuern auf CO² und für den Bergbau abzuschaffen und das Haushaltsdefizit und die Staatsschulden zu reduzieren. Mit China, Südkorea und Japan wurden Handelsabkommen unterzeichnet.
2014 Steuern auf CO2 und für den Bergbau werden wieder abgeschafft
2015 Der zunehmend unpopuläre Premier Tony Abott wird durch den gemässigter auftretetenden Malcolm Turnbull abgelöst.
2016 Malcom Turnbull gewinnt die Wahlen hauchdünn mit einer Stimme Mehrheit. Zunehmende Spannungen mit China wegen Australiens Kritik an Chinas Politik im Südchinesischen Meer, Verbot chinesischer Unternehmen am Ausbau des australischen 5G-Kommunikationsnetz Unterzeichnung eines Handelsabkommens über transpazifische Partnerschaft.
2017 Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe.
2018 Scott Morrison wird Nachfolger von Premier Malcom Turnbull. Im Vergleich zu seinem Vorgänger ist er weniger entschlossen die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens zu erreichen.
2019 Die Regierung unter Scott Morrison wird wiedergewählt. Umfassendes Handelsabkommen mit Indonesien. Ab September 2019 monatelange Buschbrände in den Wäldern mit riesigen Verlusten im Osten Australiens. Schätzungen gehen von über einer Milliarde getöteter Tieres aus. Der Regierung werden massive Versäumnisse bei der Buschfeuer-Prävention vorgeworfen.
2020 Australien schließt in Folge der Coronavirus-Pandemie ab Februar sukzessive seine Grenzen für Reisende. Um innerhalb von Australien die Ausbreitung des Virus einzudämmen wurden strikte Kontaktbeschränkungen und Ausgangssperren erlassen. Die Beschränkungen wurden ab Anfang Mai schrittweise gelockert. Im Bundestaat Victoria kommt es ab Mai aufgrund von Lücken im Hotelquarantäne zu System zu den meisten Fällen von Covid-19 in Australien. In Melbourne und Victoria wird einer der weltweit striktesten Lockdowns durchgeführt der über 100 Tage dauerte. In den meisten Bundestaaten ist ab dem vierten Quartal des Jahres 2020 ein weitgehend normales Leben ohne Restriktionen möglich. Allerdings durchkreuzen Virus-Ausbrüche um Weihnachten/Neujahr in Sydney mit lokalen Lockdowns die Sommerferien-Pläne vieler Australier.
2021 Jojo-Phase in der Pandemie: Lücken im System der Hotelquarantäne führen immer wieder in einzelnen Bundesstaaten zu kurzen Lockdowns und Sperrung inneraustralischer Grenzen. Die Ende Februar 2021 begonnene Impfkampagne startet schleppend. Mehrfach muss die Prognose für ein Erreichen der Herdenimmunität nach hinten korrigiert werden.

Ausführliche Zeittafel australischer Gesichte:
🔗 Wikpedia (EN): Australian Bureau of Statistics