Gulf Savannah (Karumba)

Ingo Öland: Karumba - Emu Swamp
Karumba: Emu Swamp
📷 © Ingo Öland

Große Flachland-Regenwälder mit Sümpfen und riesige Rinderfarmen im Hinterland sind charakterisierend für diesen Landstrich. Die Region ist heute fast unbesiedelt, hat jedoch eine sehr bewegte Vergangenheit. Zu Zeiten den Goldrausches zwischen 1880 – 1915 war dieses Gebiet einer der aktivsten Regionen Australiens.

Lage

Karumba: 17° 29’ S 140° 50’ O
🗺️ Orts-/Regionsdarstellung in Online-Karten

Lokalzeit aktuell
Zeitzone ganzjährig: GMT +10, Eastern Standard Time

Wetter aktuell

Klima
Beste Reisezeit in der Trockenzeit von Mai bis Oktober – sonnige warme Tage mit kühleren Abenden, nachts vereinzelt nur um 15°C. In der Zeit von November bis März kommt es zu heftigen, monsunartigen Regenfällen und es ist schwül. Es regnet dabei nicht den ganzen Tag, sondern meist am späten Nachmittag oder frühen Morgen und dann kurz und heftig. Vor allem die nicht asphaltierten Strecken sind in dieser Zeit unpassierbar. In den Übergangsmonaten April und Oktober/November sind vereinzelte kräftige Regengüsse nicht auszuschließen.

Einwohner (Stand 2016)
Karumba: 530

Gründung & Geschichte
Die meisten Orte wurden um 1880 zu Beginn des Goldrausches gegründet. Viele Orte sind genau so schnell wieder vom Erdboden verschwunden, wie sie um die Jahrhundertwende auf die Landkarte kamen. Nur noch wenige Spuren finden sich in der mittlerweile wieder menschenleeren Weite der Landschaft. Die heutige Geisterstadt Croydon (144 km O) erlebte ihren Boom im Goldrausch um 1880.

Unsere Empfehlung

Zwei Tage sollten Sie sich mindestens für das Gebiet der Gulf Savannah Zeit nehmen. Das Gebiet ist aufgrund seiner Abgelegenheit eher für „fortgeschrittene“ Australien-Reisende geeignet, als für einen Erstaufenthalt.

Highlights – Empfehlenswerte Aktivitäten

  • Tierbeobachtung im Sumpfland
  • Geisterstädte besuchen
  • Fahrten mit den Nostalgiezügen des Gulf- und Savannahlander
  • Die Ruhe und Stille des Outbacks genießen – mit traumhaften Sonnenuntergängen

Anreise

Flughafen
regional: Karumba (Flughafen-Kürzel: KRB); international: Cairns (Flughafen-Kürzel: CNS)

Straßen
Karumba liegt 41 km von der größtenteils geteerten Gulf Development Road Normanton – Cairns (Highway Nr. 1) entfernt.
Entfernung von Karumba
🗺️ Cairns 763 km (9 1/4 h)

Straßenverhältnisse: Während der Regenzeit (insbesondere zwischen November und April) kann es aufgrund heftiger Regenfälle zu kurzfristigen Straßensperrungen kommen. Heftige Regenfälle können zur längeren Sperrungen der Highways führen. Reisende, die beabsichtigen während der Regenzeit das Gebiet zu bereisen sollten beachten, dass die Ausprägung der Regenzeit sehr unterschiedlich ist. Die vielzitierte Information, dass während der Regenzeit täglich ein kurzer Schauer runter kommt und danach alles wieder in Ordnung ist, ist keineswegs eine verlässliche Grundregel. Es kann tagelang die Sonne scheinen ohne das Regen fällt und trotzdem überflutet ein Fluss weitläufige Gebiete aufgrund eines Starkregens der Hunderte von Kilometern entfernt stattfand. Besonders tückisch sind die Starkregenfälle, die im Zuge von Zyklonen auftreten können. 200-300 mm Niederschlag binnen 24 Stunden sind hier durchaus möglich.
Aktueller Straßenverkehrsbericht (RACQ)

Sehenswertes

Fauna
Die diversen Feuchtgebiete bei Karumba sind die Heimat von Salzwasserkrokodilen, Pelikanen, Kranichen, Brolgas und schwarzen Schwänen.

Geologie
Spektakuläre Lavafelder, die vor 190.000 Jahren geformt wurden, finden sich im Undara Crater NP (von Karumba 522 km O; von Cairns 329 km SW). Dabei entstand durch Lavaflüsse auch ein begehbares System von Lavatunneln. Es soll sich um das größte der Welt handeln. Zusätzliche Attraktion des Nationalparks ist das prächtige Farbenspiel der Gesteinsformationen durch die hohen Mineralienvorkommen.

Technik
Mitten in der Wildnis finden sich zwei einsame Bahnstrecken aus der Goldrausch-Phase, gebaut um 1890/1900. Die Routen wurden von Enthusiasten wieder instand gesetzt und sind heute skurrile Transportmittel inmitten menschenleerer Landschaft, die aber viel Geschichte(n) birgt. Diese Züge halten tatsächlich zum Blumenpflücken oder damit Passagiere zahme Wallabies füttern können.

  • Der Gulflander verkehrt von Normanton (52 km S Karumba)- Croydon – nur in der Trockenzeit mittwochs; Fahrdauer: ca. 4 h.
    🔗 Gulflander
  • Der Savannahlander verkehrt zwischen Forsayth (412 km O Karumba) und Mount Surprise (von Cairns 372 km SW) an 42 Wochen im Jahr vom ersten Mittwoch im März bis zum zweiten Mittwoch im Dezember.
    🔗 Savannahlander

Veranstaltungen
World Barramundi Championchips: An Ostern zelebriert Burketown wohl eine der „abgelegensten“ Weltmeisterschaften der Welt. Im Mittelpunkt des Festes steht der köstliche Tropenfisch namens Barramundi in allen Angel- und Zubereitungsformen.

Kulinarisches

  • Fischzucht: An der Mündung des Norman River werden Krabben, Krebse und Barramundis gezüchtet.

Aktivitäten

Vorsicht beim „Wild-Baden“ abseits bewachter Strände: Krokodile bewohnen einzelne Seen im Binnenland und verschiedene Meeresarme. Sehr gefährlich sind die Salzwasser-Krokodile, „Salties“. Hinweisschilder beachten! Scheu und ungefährlich: Süßwasser-(Johnston-)Krokodile, „Freshies“.

Baden
Bilderbuchstrände, die Sie ganz für sich alleine haben können, finden sich z.B. auf Sweers Island (150 km W Karumba). Die Anreise erfolgt mit dem Flugzeug oder dem Boot ab Karumba.

Quellen für weitere Informationen zur Region

🔗 Tourism Tropical North Queensland – Gulf Savannah
🔗 Carpentaria Shire Council
🔗 Undara Volcanic National Park

Weiterreise

Für Ihre Weiterreise finden Sie Tipps bei unseren Routen-Empfehlungen.

Folgende Ziele werden u.a. in den Tourtipps von AUSTRALIEN-INFO.DE vorgestellt:

🦘 Cairns
🦘 Mount Isa
🦘 Townsville