Route Alice Springs nach Adelaide

Profil

Entfernung
inklusive Abstecher ca 2.500 km (direkt: 1.857 km)

Reisezeit
ganzjährig, besonders reizvoll zur Zeit der Wildblumenblüte in den Flinders Ranges – September bis November

Reisedauer
empfohlene Mindestreisezeit: ab 6 Tage (direkt 4)

Straßenbelag
Strecke für Allrad-PKW und Bushcamper (Allrad-Camper), Mietfahrzeuge ohne Allradantrieb sind auf dieser Route eventuell nicht versichert Ungeteert ist die Strecke ab Coober Pedy über William Creek und den Oodnadatta Track bis Maree.
geteerte Strecke - geeignet für normale zweiradgetriebene PKW und Wohnmobile Alternativ: geteerte direkte Strecke über den Stuart Highway.

Einige Höhepunkte der Strecke werden Ihnen als Appetitanreger präsentiert mit freundlicher Unterstützung von unserem Partner Ingo Öland. Für sämtliche Bilder liegt das Copyright bei Ingo Öland.

Kartenübersicht

Strecke für Allrad-PKW und Bushcamper (Allrad-Camper), Mietfahrzeuge ohne Allradantrieb sind auf dieser Route eventuell nicht versichert Touristisch besonders interessante Variante
über die Flinders Ranges

geteerte Strecke - geeignet für normale zweiradgetriebene PKW und Wohnmobile Direkte Strecke – durchgängig über den Stuart Highway

Die Routendarstellung auf der Karte enthält keine Abstecher und dient nur als grober Anhaltspunkt.

Routenverlauf

Die Strecke folgt dem Verlauf des Stuart Highway (Nr. 87) und ist auch als der südliche Abschnitt des Explorer’s Way bekannt. Die Route wird unter diesem Begriff auch als touristische Themenstraße für Selbstfahrer vermarkte. Attraktionen (z.B. Landschaften und historische Plätze) entlang der Stecke sind sehr ausführlich und informativ beschildert.

Nachfolgend finden Sie eine Übersicht mit einigen der wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten auf der Strecke. Für den Aufenthalt vor Ort finden Sie bei unseren Beschreibungen der Orte bzw. Regionen noch zahlreiche weitere Details.

Tag 1
Ingo Öland: Rainbow Valley
Rainbow Valley

Alice Springs – Coober Pedy
 690 km (7 h)

  • Der Stuart Highway (Nr. 87) führt von Alice Springs durch wüstenähnliches Gebiet nach Süden.
  • Nach 120 km erreicht man Henbury, in dessen Nähe sich auch einer der größten Meteoritenkrater befindet.
  • Reizvoll ist ein Abstecher in das Rainbow Valley – eine farbenprächtige Sandsteinformation, die zu den beliebtesten Fotomotiven im Roten Zentrum zählt.
  • Rund 200 km südlich von Alice Springs biegt in westlicher Richtung der Lasseter Highway zum Uluru (Ayers Rock) und Kata Tjuta (Olgas) ab. Dieser Abstecher ist ein Muss für fast alle Australien-Reisende.
    🦘 Regionsbeschreibung Uluru (Ayers Rock) und Kata Tjuta (Olgas)
  • Kurz hinter Kulgera überquert man die Grenze zu South Australia. Der Highway zieht sich durch die Weiten des Outbacks mit Farmen, die zum Teil die Größe kleinerer Länder haben.
  • Über Agnes Creek und Marla (westlich liegt das Mintibie Opal Field) erreicht man schließlich Coober Pedy.
  • Abstecher vor Coober Pedy (ca. 3h): Östlich des Stuart Highway liegt die „Painted Desert“. Farbenprächtige Hügel – wie Copper Hills, Arckaringa Hills. Filmfreunden könnte diese Landschaft bekannt vorkommen – hier wurden unter anderem „Mad Max III“ und „Priscilla, Königin der Wüste“ gedreht.

2 Übernachtungen in Coober Pedy

Tag 2
Ingo Öland: The Breakaways
The Breakaways

Region Coober Pedy

  • Coober Peedy ist einer der außergewöhnlichsten Orte Australiens und bezeichnet sich selbst als „Opal-Hauptstadt der Welt.“ Das Leben spielt sich im wahrsten Sinne des Wortes „Down Under“ ab – in den Wohnhöhlen und den Opalminen. 1911 wurden hier erstmals Opale gefunden. Seitdem versuchen hier Menschen aus aller Herren Länder ihr Glück. Die Menschen leben zum Schutz vor der extremen Sommerhitze und den kalten Winternächten in „dugouts“ – unterirdischen Wohnungen.
    Regionsbeschreibung Coober Pedy
  • Die Umgebung Coober Pedys gleicht einer Mondlandschaft – überall befinden sich Minenschächte und Abraumhalden. Auf speziell ausgewiesenen Halden können Touristen auch noodeln – das heißt nach Opalen sieben, die die Schürfer übersehen haben.
  • Ab Coober Pedy, Wiliam Creek uns Arkaroola starten Ausflüge (im wahrsten Sinn des Wortes) über die Anna Creek Painted Hills . Die farbenprächtigen Hügel einer 18 mal 20 Kilometer großen Formation liegen auf dem Privatbesitz einer riesigen Farm im Outback und sind erste seit 2007 auf der „touristischen Landkarte“. Zum Schutz der fragilen Gesteinsformationen ist ein Besuch auf dem Landweg weiterhin nicht erlaubt. Besonders in den frühen Morgenstunden und etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang findet man hier eine faszinierende Palette an Erdtönen – über diverse Rottöne bis hin zu Ocker und Schwarz.

Sofern Sie über die Flinders Ranges weiterreisen kommt alternativ zur zweiten Übernachtung in Coober Pedy noch stärkeres „Outback-Feeling“ William Creek (166 km, 2h Fahrzeit) in Frage – Übernachtung dort im Campingplatz, in einer einfacher Hütte oder im Hotel.

Strecke für Allrad-PKW und Bushcamper (Allrad-Camper), Mietfahrzeuge ohne Allradantrieb sind auf dieser Route eventuell nicht versichert

Routenverlauf A – ab Coober Pedy über Flinders Ranges

Tag 2 (A)
Ingo Öland: Euro - Bartagame
Bartagame

Coober Pedy – William Creek
 166 km (2 h)

  • Die Reise führt entlang des Oodnadatta Tracks, der einstigen Route der Ghan Railway. Die Strecke dient heute in erster Linie dem Viehtransport. Für Touristen bietet sie die attraktivere Alternative zum Stuart Highway mit viel „Outback-Feeling“.
  • William Creek behauptet den abgeschiedendsten Pub der Welt zu haben.

Übernachtung in William Creek: Campingplatz, in einer einfacher Hütte oder im Hotel.
Tag 3 (A)
Ingo Öland: Curdimurka; Klicken Sie auf das Bild um eine vergrößerte Ansicht sehen zu können.
Curdimurka

William Creek – Arkaroola
 450 km (7 h)

  • Coward Springs ist nach einer Thermalquelle benannt, in der Sie sich zur Entspannung können. Zu besichtigen gibt es die alte Gleisanlage des Ghan. Ein Campingplatz bietet schattige Zeltplätze.
  • Marree ist der Ausgangspunkt zum nach Queensland führenden Birdsville Track.
  • Die Strecke führt über weiter über Lyndhurst und Copley. 5 km nördlich von Lyndhurst nahe des Highways findet sich eine Grube mit farbenprächtigem Ockergestein (Ochre Pitt) in intensiven Rot- und Gelbtönen. Fotografen sind begeistert von den reizvollen Gesteinsformationen. Die Ureinwohner nutzen seit Tausenden von Jahren die Ockererde für kultische Zwecke.
  • Nepabunna wurde 1930 durch weiße Missionare gegründet. Es gilt als die Wiege des Stamms der Adnyamathana, des „Volkes der Hügel“. Der Ort wurde 1963 „autonom“ und hatte 2007 nur noch 80 Einwohner, allesamt Aboriginies. Einige Aboriginies haben sich vorgenommen haben, ihr Dorf zu retten, die Sprache ihrer Eltern weiterzugeben und gründeten ein Kulturzentrum, um ihre Kultur in der Kunst zu verewigen. (Das Dorf war 2006 auch Gegenstand einer Filmdokumentation, die mehrfach auf Arte ausgestrahlt wurde.)
  • In Iga Warta haben Gäste die Möglichkeit am Leben der Ureinwohner Australiens teilzuhaben und werden in deren Geheimnisse und Traditionen eingeweiht. Besucher werden zu alten Felszeichnungen in den nördlichen Flinders Ranges geführt, wo ihnen von Aboriginal-Führern deren Bedeutung erklärt wird. Auf dem Weg dorthin finden sich zahlreiche Heilpflanzen, Tiere und Orte, zu denen es eine Geschichte zu erzählen gibt. Am Abend wird am Lagerfeuer Geschichten des Stammes der Adnyamathanha gelauscht, die zum Teil in alten Liedern wiedergegeben werden. Handwerkliche Fertigkeiten können beim Schnitzen eines Boomerang unter Beweis gestellt werden. Versorgt werden Gäste mit Bushtucker – Nahrungsmittel, die im australischen Busch zu finden sind. Unterkunftsmöglichkeiten in Zelten bzw. in Motels nahegelegener Orte.
    🔗 Iga Warta Übernachtung: Arkaroola

Tag 4 (A)
Ingo Öland: Euro - River Red Gum
River Red Gum

Arkaroola – Aufenthalt vor Ort

  • Die faszinierende Gebirgslandschaft von Arkaroola erklären sich die Aborigines wie folgt: Die große Schlange Arkaroo war durstig und soll den Lake Frome ausgetrunken haben. Dann wälzte sie sich mit prall gefülltem Bauch und schuf so hohe Berge und tiefe Schluchten. Wahrscheinlicher ist die Entstehung durch vulkanische Aktivitäten und Erdbeben. Den Besucher erwarten ungewöhnlichen Felsformationen und lebensspendende Wasserlöcher sowie großen Salzseen.
    🔗 Arkaroola Wilderness Sanctuary
  • Verschiedene Wanderwege führen tief in die zerklüftete Landschaft und geben Aufschluss über geologische Besonderheiten und die Vielfalt der Flora und Fauna. Zahlreiche Felswallabies sind hier zuhause.
  • Eines der bekanntesten Fotomotive ist die Auffahrt mit dem Geländewagen auf die Felskuppel des Siller Lookout. Sie wird im Rahmen der Arkaroola Ridgetop Tour besucht. (Auffahrt mit dem eigenen Fahrzeug nicht erlaubt.)
  • Bekannt ist die Region auch für meist klaren Himmel und niedrige Luftfeuchtigkeit – ideale Verhältnisse für die nächtliche Beobachtung von Himmelskörpern. Das Arkaroola Astronomical Observatory verfügt über Australiens größtes Teleskop in Privatbesitz. Hier kann der südliche Sternenhimmel bequem in „Sternensesseln“ beobachtet werden.

Übernachtung: Alternativ zur 2. Übernachtung in Arkaroola erwartet Sie in Parachilna das Prairie Hotel, ein typisches Outback-Hotel mit uriger Bar und preisgekröntem Restaurant.

Tag 5 (A)
Ingo Öland: Euro - Bergkänguru
Bergkänguru

Arkaroola – Wilpena Pound 280 km (3 h 30 min)

  • Von Arkaroola führt die Fahrt via Blinman und Parachilna weiter in die Flinders Ranges.
  • Kennzeichnend für die Region sind steil aufragende Bergkämme und Gipfel, baumgesäumte Schluchten und rote Erde. Hier leben farbenprächtige Papageien, Kängurus, Emus und Australiens größte Raubvögel, die Keilschwanzadler. Die Gebirgskette ist vor 640 Millionen Jahren entstanden, als das Outback noch vollkommen von Wasser bedeckt war.
  • Die Brachina Gorge gehört mit zum Schönsten, was Australien zu bieten hat. Mit einem Allradfahrzeug kann die Schlucht auf 20 km der Länge nach durchfahren werden – meistens in einem ausgetrockneten Flussbett. Für die Schlucht sollte man aber mindestens 2 1/2 h einplanen. Ein Abschnitt nennt sich „Corridors through Time“. Informationstafeln erklären Alter, Art und Entstehung auffälliger Gesteinsformationen vor Ort. Nicht nur Geologen sind von dieser Tour durch die Erdgeschichte hellauf begeistert.Das Ende der Route liegt am Beginn einer weiten Ebene in Richtung der großen Salzseen wie dem Lake Torrens.
  • Wilpena Pound liegt im Zentrum des Flinders Ranges National Park – und ist ein gewaltiges natürliches Amphitheater – ein „synklinales Becken“. Fauna und Flora sind außergewöhnlich reizvoll. Letztere insbesondere in der Zeit der Wildblumenblüte zwischen September und November. Sehr zu empfehlen ist auch die Perspektive aus der Luft, beispielweise bei einem halbstündigen Rundflug.
    🦘 Regionsbeschreibung Flinders Ranges

Übernachtung: Wilpena Pound

Tag 6 (A)
Ingo Öland: Bunyeroo Valley
Bunyeroo Valley

Wilpena Pound via Clare nach Adelaide 470 km (5 h)

  • In Quorn verkehrt an einigen Tagen die historische Eisenbahnlinie Pichi Richi Railway durch den landschaftlich sehr reizvollen Pichi Richi Pass.
  • Wilpena ist Zentrum und älteste Stadt in den Flinders Ranges.
  • Weiterfahrt über Melrose in das Clare Valley . Das Tal hat sich vor allem einen Namen für seine Weine gemacht und ist beliebtes Wochenendausflugsziel für die Bewohner des Großraums Adelaide.

Übernachtung: Adelaide

geteerte Strecke - geeignet für normale zweiradgetriebene PKW und Wohnmobile

Routenverlauf B – direkt über den Stuart Highway

Tag 3 (B)
Ingo Öland: Keilschwanzadler
Keilschwanzadler

Coober Pedy nach Port Augusta 510 km (5 h 30 min)

  • Man verlässt Coober Pedy durch die Stuart Range auf dem Stuart Highway (Nr. 87) in südlicher Richtung.
  • Ab Kingoonya führt die Straße, nunmehr parallel zur Bahnlinie des „Ghan“, nach Südosten. In der Nähe von Pimba passiert man das ehemalige Raketen- und Atombombenversuchsgelände von Woomera (bis heute Sperrgebiet).
  • Über die Ausläufer der Flinders Range erreicht man Port Augusta und mit ihm das Meer am Spencer Gulf. Hier befindet sich das sehr sehenswerte Wadlatta Outback Centres.

Tag 4 (B)
Ingo Öland: Adelaide Torrens Lake
Adelaide: Torrens Lake

Port Augusta nach Adelaide 320 km (4 h)

  • Alternativ zur direkten Weiterfahrt: Ein interessanter Abstecher (ca. 280 km, 2 Tage hin/rück zu empfehlen) führt entlang der Küste der Eyre Halbinsel auf dem Lincoln Highway nach Port Lincoln (Strand, Inseln mit Resort, Heimat der weißen Haie).
  • Die Straße Nr. 1 führt von Port Augusta südlich am Spencer Gulf über Port Germein (Strände, längste Landebrücke Australiens) zur Industriestadt Port Pirie.
  • Weiter südlich durchquert man das liebliche Weinanbaugebiet Clare Valley. Das Tal hat sich vor allem einen Namen für seine Weine gemacht und ist beliebtes Wochenendausflugsziel für die Bewohner des Großraums Adelaide. Wer sich zur Abwechslung körperlich betätigen möchte: Der 27 km lange Riesling Trail, ein Rad- und Wanderweg, führt durch abwechslungsreiche Landschaft zu historischen Städten und Kellereien. Zahlreiche Winzer laden zu Verkostungen ein und hervorragende Restaurants und gemütliche B&Bs verlocken zu einem längeren Verweilen.
  • Adelaide liegt eingebettet zwischen den Hügeln der Mount Lofty Ranges und dem beschaulichen Golf von St. Vincent. Wie eine Art „Stadt im Park“ prägen Parks mit Olivenhainen, majestätischen Eukalyptusbäumen, Rosengärten, Wanderwegen, Sportfeldern und Golfplätzen das Stadtbild.
    🦘 Regionsbeschreibung Adelaide

Übernachtung: Adelaide

Service zur Strecke

Straßenzustand
Plötzliche schwere Regenfälle sind möglich zwischen Dezember und März. Kurzfristig werden dann eventuell folgende Strecken gesperrt:

  • Oodnadatta Track
  • Zufahrt nach Arkaroola

🔗 Northern Territory Government
🔗 Transport SA

Details zu Orten / Regionen an der Strecke

Ausführliche Beschreibungen von Orten und Regionen entlang dieser Strecke in AUSTRALIEN-INFO.DE
🦘 Alice Springs
🦘 Coober Pedy
🦘 Adelaide