Queensland: Öffnung der Grenzen für internationale Besucher bei 90% Impfquote

Brisbane – 19.10.21: Queensland kündigt die Öffnung seiner Grenzen für vollständig geimpfte internationale Besucher ohne Pflicht zur Quarantäne bei Erreichen einer Impfquote von 90% der impfberechtigten Bevölkerung an.

Bis zum 19. Oktober waren in Queensland 57,5% der Bevölkerung über 16 Jahren vollständig geimpft. Nur in Westaustralien liegt die Zahl der vollständig geimpften Personen noch etwas unter der Quote von Queensland.

Screenshot aus „ABC News Tracking Australia’s COVID-19 vaccine rollout: October 19, 2021“

Sobald 80 Prozent der Über-16-Jährigen in Queensland geimpft seien müssen auch Reisende mit vollem Impfschutz bei Ankunft nicht mehr für 14 Tage in Quarantäne. In Queensland soll dieses Ziel bis zum 17. Dezember 2021 erreicht sein.

🔗 Queensland Government: Queensland’s COVID-19 Vaccine Plan To Unite Families

Übernachten in „WanderPods“ in Scenic Rim

Wander at The Overflow 1895 nennt sich eine neue Unterkunft in Queensland die am Ufer des Wyaralong Dam in der Region Scenic Rim liegt und im Dezember 2021 eröffnen soll.

Gäste übernachten in einem der fünf Öko-„WanderPods“ – so nennen sich die Villen mit einem oder zwei Schlafzimmern. Diese sind mit einer Küchenzeile, einem großen Wohn-, Schlaf- und Essbereich und einer Außenterrasse mit freistehender Open Air-Badewanne ausgestattet. Das Gelände ist umgeben von Eukalyptuswald, durch den mehrere Spazierwege führen.

 

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🔗 Wander at The Overflow 1895

Lady Musgrave Island: Übernachten unter und über Wasser auf neuer Platform

Lady Musgrave Island – 08.09.21: Am südlichen Great Barrier Reef wurde vor kurzem eine neue Plattform für Schnorchler und Taucher eröffnet. Das Besondere: Im Unterwasserobservatorium des Pontons können maximal 20 Besucher in speziellen Schlafkojen übernachten. Alternativ stehen an Deck acht Glamping Beds zur Verfügung.

Die dreistöckige, 35 x 12 Meter große Plattform liegt in einer geschützten Lagune vor Lady Musgrave Island. Die unbewohnte Insel ist ein wahres Naturparadies und Heimat seltener Vogel- und Schildkrötenarten. Neben einem kurzen Inselrundgang steht hier aber das Riff im Mittelpunkt. Dieses präsentiert sich beim Schnorcheln oder Tauchen besonders farbenfroh und mit einem sehr großen Fischreichtum! Wer möchte, kann aktiv am „Reef Keepers“-, „Citizen Science“- sowie am „Marine Biologist For A Day“-Programm teilnehmen und dabei mithelfen, das weltgrößte Korallenriff zu schützen. Angeboten werden auch geführte Schnorchelgänge sowie Ausflüge im Glasboden-Boot.

Lady Musgrave Island, der Betreiber der neuen Besucherattraktion, setzt auf Nachhaltigkeit, schließlich ist der neue Ponton komplett wind- und solarbetrieben. Das zweitägige Erlebnis inklusive einer Nacht auf der Plattform kostet umgerechnet ab 428 Euro – sämtliche Transfers, Mahlzeiten, Touren und die Schnorchelausrüstung sind im Preis enthalten. Die Touren zur neuen Lady Musgrave-Plattform starten in Bundaberg, 360 Kilometer nördlich von Queenslands Hauptstadt Brisbane.

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🔗 Lady Musgrave Island

Öko-Hütten auf dem Cooloola Great Walk

Der 102 Kilometer lange Cooloola Great Walk im Great Sandy Nationalpark verbindet die Sunshine Coast mit Fraser Island. Der Wanderweg führt durch Regenwald und Eukalyptuswälder, über Sanddünen und sogar direkt an der Küste entlang. Er bietet eine einzigartige Flora und Fauna. Entlang des Tracks sollen nun bis Anfang nächsten Jahres umweltfreundliche „Tiny Homes“ errichtetet werden, CABN genannt. Die Betreiber arbeiten dabei mit den traditionellen, indigenen Eigentümern, den Kabi Kabi, zusammen, um den Ökotourismus-Pfad neu zu gestalten. Die nachhaltigen kleinen Öko-Hütten werden aus Materialien aus der Region hergestellt und fügen sich harmonisch in die Landschaft ein. Wer den kompletten Cooloola Great Walk laufen möchte, sollte fünf Tage einplanen. Ein beliebtes Teilstück ist die Strecke von Rainbow Beach zum Lake Poona (7 Kilometer oneway). Der Süßwasser-See mit seinen weißen Stränden lädt zum Baden ein.

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🔗 Cooloola Great Walk
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http://CABN – Tiny Houses made in Australia

Olympische Spiele 2032 in Region Brisbane

Tokio/Brisbane – 22.07.21: Queensland Hauptstadt Brisbane und der Südosten von Queensland werden Gastgeber der Olympischen Spiele im Jahr 2032. Die Eröffnungsfeier der 35. Olympiade der Neuzeit soll am 24. Juli 2032 stattfinden. Brisbane wird dritte australische Olympiastadt. Olympische Spiele fanden 1956 in Melbourne und 2000 in Sydney statt. IOC-Präsident Thomas Bach bezeichnete die Bewerbung von Brisbane als „unwiderstehlich“.

Die Organisatoren erwarten Kosten von knapp drei Milliarden Euro, von denen die Hälfte der australische Staat tragen soll. Nur ein kleiner Teil der olympischen Arenen müsse neu gebaut werden muss.

Ein Olympisches Dorf für 14.000 Athleten soll in Hamilton, sechs Kilometer vom Central Business District entfernt gebaut werden. Weitere 2.000 Athleten sollen in einem  Olympischen Dorf an der Gold Coast unterkommen, weitere 600 Betten soll es an der Sunshine Coast geben. Brisbane besitzt schon in 2021 14 große Sportstätten, sieben Anlagen gibt es an der Gold Coast und fünf an der Sunshine Coast. Ein besonderes Highlight könnten die Segelwettbewerbe werden die voraussichtlich in der Region der Whitsunday Inseln ausgetragen werden sollen  – weltweit eines der attraktivsten Segelreviere.

Premierminister Scott Morrison sagte, die Olympischen und Paralympischen Spiele 2032 werden „ein dauerhaftes Erbe für unsere gesamte Nation schmieden. Sie werden Wirtschaftswachstum und Investitionen unterstützen, dauerhafte Vorteile für die Gemeinschaft bieten und die nächste Generation australischer Sportler inspirieren“

Der Vorsitzende des Tourism & Transport Forum (TTF), Bruce Baird, und CEO Margy Osmond sagten, Brisbanes Wahl zu den Olympischen und Paralympischen Spielen 2032 sei ein großer Gewinn für die Erholung des Tourismus in Australien.

„Obwohl es schwierig sein mag, sich langfristige Ziele oder Erfolge jenseits der aktuellen großen Herausforderungen vorzustellen, insbesondere für diejenigen, die derzeit sich im Lockdown befinden, ist diese Ankündigung wirklich ein vorzeitiger Goldmedaillengewinn für die Nation“, sagten Baird und Osmond in einer gemeinsamen Erklärung.

„Viele Australier werden sich an den bleibenden Wert und die Auswirkungen erinnern, die die Olympischen Spiele in Sydney im Jahr 2000 nicht nur für New South Wales, sondern für die Nation im Allgemeinen hatten, einschließlich der großen Zahl von Langstreckenreisenden, die lange vor und danach weite Teile des Landes besuchten und dort Geld ausgaben das Ereignis.

„Wir können von der Ausrichtung dieser Olympischen Spiele im Jahr 2032 einen ähnlichen wirtschaftlichen und nationalen Moralschub erwarten, und sie werden dazu beitragen, Brisbane und den Südosten von Queensland fest auf die globale Landkarte für Reisende zu bringen.“

  • Olympische Spiele  23. Juli bis 8. August 2032
  • Paralympische Spiele 24. August bis 5, September 2032

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🔗 IOC: Brisbane 2032

🔗 FAZ: Gold für Queensland

Australiens Ureinwohner feiern das Laura Quinkan Dance Festival

Tanzende Ureinwohner und viel Kunst auf großem Aborigines-Festival – Mehr als 20 Gemeinden, 500 Tänzer und tausende Besucher feiern drei Tage lang auf der Cape York-Halbinsel
Cape York, der nördlichste Punkt des australischen Festlandes, ist vom 2. bis 4. Juli Austragungsort eines der wichtigsten Ureinwohner-Festivals des Landes. Beim „Laura Quinkan Dance Festival“ feiern rund 20 Aborigines-Gemeinden der gesamten Cape York-Halbinsel ihre Jahrtausende alte Kultur. Mehr als 500 Tänzer und Musiker sowie tausende Besucher werden im kleinen 80-Seelen-Ort Laura, rund 330 Kilometer nördlich beziehungsweise vier Autostunden von Cairns entfernt, erwartet.

Dem Laura Dance Festival kommt eine große Bedeutung in der Erhaltung der alten Traditionen zu. Das Fest bietet einen tiefen Einblick in die Kultur der Ureinwohner – und Urlauber können hautnah miterleben, wie diese durch Tanz, Gesang, Sprache und Kunst von Generation zu Generation weitergegeben wird.

Das Festival-Gelände (Ang-Gnarra Festival Grounds) 15 Kilometer außerhalb von Laura liegt auf heiligem Boden und zählt für Aborigines als ein spirituell bedeutsamer Ort. Besucher haben hier die Möglichkeit, zu campen. In unmittelbarer Nähe befinden sich viele historische Felszeichnungen und Höhlenmalereien. Ureinwohner bieten geführte Ausflüge an. Diese starten am Quinkan and Regional Cultural Centre in Laura – es hat von April bis November täglich geöffnet.

🦘 Informationen zur Cape York Region
🔗 Laura Quinkan Festival

Laura Dance Festival


(c) Bild: Tourism and Events Queensland“ (TEQ)

🏆 Queenslands Top-Tourismusorte: Noosa und Agnes Water

Brisbane – 21.05.21: Die Australier lieben Wettbewerbe und Preise – auch im Tourimus. Noosa und Agnes Water gewannen kürzlich die Top Tourism Town Awards 2021 des Queensland Tourism Industry Council (QTIC). Yeppoon und Airlie Beach wurde eine besondere Anerkennung ausgesprochen. Noosa an der Sunshine Coast gewann in der Kategorie Top Tourism Town Award und Agnes Water nördlich von Bundaberg in der Kategorie Top Small Tourism Town ausgezeichnet. Sonne, Meeresbrise und eine entspannte Atmosphäre sind ein großer Teil des Charmes von Agnes Water, das unter internationalen Touristen (noch) nicht so bekannt ist wie Noosa. Die Tourismusbetriebe dort sind vergleichsweise klein und meistens Familienunternehmen. International agierende Konzerne sucht man dort so gut wie vergebliche. Beliebt ist der Ort auch bei Surfern. Ganzjährig gibt es dort verlässlich surftaugliche Wellen und entsprechend ist der Ort auch von der Surfkultur geprägt. Außerdem kann man auch Agnes Water zu einem südlichen Teil des Barrier Reefs gelangen der vergleichsweise wenig besucht wird.

🦘 Mehr Informationen zu Noosa
🦘 Mehr Informationen zu Agnes Water
🔗 Queensland Top Tourism Awards
🔗 Bericht in ABC News

Urlauber als Hobby-Wissenschaftler im Einsatz

Cairns – 12.05.21: Urlauber können aktiv dabei helfen, das Great Barrier Reef zu schützen. Maximal acht erfahrene Taucher begleiten auf der neuen ganztägigen „Citizen Science Tour“ von Passions of Paradise erfahrene Meeresbiologen bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit und unterstützen sie bei der Korallenzucht. Die Naturschützer sind dabei für das sogenannte „Coral Nurture Program“ im Einsatz.

Ins Leben gerufen hat dieses Programm ein Team der Technologischen Universität Sydney. Es führt an mehreren Stellen am Great Barrier Reef eine Untersuchung zur Gesundheit und Belastungsfähigkeit des Riffs durch. „Ich habe zusammen mit unserem Nachhaltigkeitsbeauftragten viel an der Datenaufzeichnung am Hastings Reef gearbeitet, um hier eine Korallenaufzucht zu ermöglichen“, erklärt Scotty Garden, Chef des familiengeführten Riffanbieters Passions of Paradise, die Idee des neuen „Korallen-Kindergartens“.

Neben der Bekämpfung des gefräßigen Dornenkronen-Seesterns und der Mitarbeit an „Eye on the Reef“ – das von der Great Barrier Reef Marine Park Authority gegründete Programm wertet gesammelte Daten wissenschaftlich aus – kümmert man sich beim „Coral Nurture Program“ am Hastings Reef besonders um die Korallenzucht sowie die Überwachung von bestehenden Korallen und anderen Meereslebewesen. Ähnliche Korallen-Projekte gibt es zwar bereits am Great Barrier Reef, allerdings sind hier zwei Dinge neu: Erstmalig arbeiten touristische Anbieter und Forscher Hand in Hand. Auch ist es das erste Mal, dass ein sogenannter „Coral Clip“ verwendet wird. So werden auf natürliche Weise abgebrochene Korallenstücke – sogenannte „Fragments of Opportunity“ – mit Hilfe des Clips an bereits bestehenden Korallenbäumchen befestigt. Zuvor werden diese Korallen an „Coral Nursery“-Rahmen gezüchtet. So konnte Passions of Paradise in den letzten 18 Monaten mehr als 2.500 Korallenstücke am Hastings Reef neu anpflanzen.

Neben Passions of Paradise unterstützen vier weitere Riff-Anbieter aus Cairns und Port Douglas dieses Forschungsprojekt: Wavelength, Ocean Freedom, Sailaway und Quicksilver Cruises. Passions of Paradise bietet die ganztägige „Citizen Science Tour“ jeden Freitag an. Sie führt zu zwei Standorten am Outer Reef und beinhaltet zwei intensive Tauchgänge. Der All-inclusive-Tagestrip ab/bis Cairns kostet umgerechnet rund 255 Euro.

Quelle: Tourism and Events Queensland

🦘 Informationen zum Great Barrier Reef
🔗 Coral Nurture Program
🔗 Passions of Paradise

Queensland: Great Barrier Reef Citizen Science Tour Passions of Paradise

Queensland: Great Barrier Reef Citizen Science Tour Passions of Paradise

Zeitgenössische Kunst & Bush Tucker mitten in Brisbane

Brisbane – 15.04.21: Brisbane-Besucher, die zeitgenössische indigene Kunst erleben wollen, sind in der Birrunga Gallery in der Adelaide Street genau richtig. Hier treffen sie unter anderem auf Birrunga Wiradyuri – der Künstler hat dieses kulturelle Zentrum mitbegründet. Seine Gemälde spiegeln die traumatische Geschichte der Aborigines wider. Besucher der neuen Kunstgalerie können auch an Workshops teilnehmen. Und gut essen kann man in der „only Indigenous-owend and operated“ Institution im Herzen der Hauptstadt Queenslands auch noch. Im angeschlossenen Bush Tucker Café wird nämlich mit einheimischen Zutaten gekocht. Unbedingt probieren sollten Gäste das „Pulled Emu“, das zwölf Stunden gart, sowie das Känguru-Hackfleisch-Curry mit Zitronenmyrte.

 

 

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Quelle: Tourism and Events Queensland
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🔗 Birrunga Gallery

Kaninchennasenbeutler- Zucht kann besucht werden

Charleville – 31.03.21: Kein Aprilscherz: In Australien hoppelt ein kleines Beuteltier dem Osterhasen den Rang ab: der Kaninchennasenbeutler. Das possierliche Beuteltier, Bilby genannt, bietet einfach alles: Lange Hasenohren, süße Knopfaugen, Schnurrhaare, graues Fell und natürlich: es hoppelt!

Hasen und Kaninchen haben in Australien kein besonders gutes Standing. Denn die Mitte des 19. Jahrhunderts aus Europa eingeschleppten Tiere wurden zu echten Schädlingen. Sie fraßen viele Weiden und Felder auf dem Kontinent kahl. Und noch schlimmer: Diese vermehrungsfreudigen Tiere verdrängten das australische Bilby. Da der kleine Kerl vom Aussterben bedroht ist, soll er in seiner Heimat tatsächlich den Osterhasen ersetzen.

Die australische Regierung hat den Bestand des Kaninchennasenbeutlers als gefährdet eingestuft. Um auf die schwierige Situation des Bilbys und die landwirtschaftlichen Millionenschäden durch Hasen und Kaninchen aufmerksam zu machen, wurde 1991 die Legende des Osterbilbys ins Leben gerufen. Diese basiert auf einem beliebten australischen Buch der Schriftstellerin Rose-Marie Dusting von 1979 („Billy the Easter Bilby“). So begannen Supermärkte damit, Schokoladen-Bilbys rund um Ostern zu verkaufen. Ein Teil der Erlöse wurde und wird zum Schutz der Tiere verwendet. Und noch einen Vorteil hat das Osterbilby gegenüber dem Hasen: einen Beutel. Ideal für den Ostereier-Transport!

Weiteres Merkmal des Kaninchennasenbeutlers ist neben seinen riesigen Löffeln und dem Beutel auch die langgezogene Schnauze. Das Tier erreicht eine Kopfrumpflänge von 20 bis 55 Zentimetern, der Schwanz misst 12 bis 29 Zentimeter. Der Kleine Kaninchennasenbeutler wiegt nur 400 Gramm, der Große Kaninchennasenbeutler bringt bis zu 2,5 Kilogramm auf die Waage. Bilbys können fünf bis sieben Jahre alt werden, in einem Sanctuary leben sie sogar rund elf Jahre. Die nachtaktiven Nasenbeutler leben im heißen Outback Australiens. Sie schützen sich vor diesen extremen Bedingungen, indem sie tagsüber in etwa zwei Meter tiefen, selbst gegrabenen Löchern schlafen. Sie ernähren sich vorwiegend von Insekten und Wurzeln. Die kräftigen Vorderbeine sind an das Graben angepasst. Trotz ihrer geringen Größe können Bilbys mehrere Löcher an einem Tag graben. Damit lüften sie den Boden und tun etwas für das Ökosystem. Von diesen Bauten profitieren aber auch andere Tiere. Vögel, Reptilien und Säugetiere suchen hier nach Nahrung und Schutz.

Schätzungen ergaben, dass nur noch 600 bis 700 Bilbys in Australien existieren. Die Charleville Bilby Experience möchte die Art schützen und bis zum Jahr 2030 wieder rund 10.000 Bilbys in freier Natur ansiedeln, vorzugsweise im Currawinya Nationalpark, der durch Zäune geschützt ist. Zuletzt wurden hier große Fortschritte in der Züchtung und Erforschung dieser Art gemacht. Aktuell hält das Sanctuary mehr als 100 Tiere inklusive rund 50 neugeborener Joeys.

Diese ganz besondere und weltweit einzigartige Einrichtung können Queensland-Urlauber zwischen April und Oktober hautnah erleben. Mit einem Besuch der Charleville Bilby Experience – das Sanctuary wurde dieser Tage nach der saisonalen Schließung wiedereröffnet – tun sie automatisch Gutes, denn sie unterstützen den im Jahr 1999 gegründeten „Save The Bilby Fund“. Alle Einnahmen werden in die Erhaltung der Kaninchennasenbeutler gesteckt. Das Outback-Städtchen Charleville liegt rund 750 Kilometer von Queenslands Hauptstadt Brisbane entfernt.

Charleville Bilby Experience

Charleville Bilby Experience

📷 © Charleville Bilby Experience